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Hundeerziehung in einer Familie – Einer sagt ja, der Andere nein!

Einleitung: Als Jessy und ich zusammengezogen sind, haben wir ehrlich gesagt keinen Gedanken daran verschwendet, wie wir die Hunde erziehen. Es war irgendwie für jeden klar. Aber je mehr Zeit verging, umso mehr mussten wir feststellen, das jeder seine eigene Methode hatte, die Hunde zu erziehen. Diese Tatsache verwirrt auf der einen Seite die Hunde und auf der anderen Seite kann es zu Problemen führen. Da ich mich mehrere Jahre intensiv mit der Hundeerziehung befasst habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, zu diesem Thema mal einen Beitrag zu verfassen. Los geht´s…

Ein Schritt vor und zwei zurück

Nicht jeder Hundehalter denkt vor dem Kauf eines Hundes darüber nach. Doch gibt es bei der Hundeerziehung einen Punkt, den sehr viele Hundehalter (zukünftige Hundehalter) nicht bedenken. Es geht um die Erziehung eines Hundes von mehreren Personen. Dies kann der Partner, Ehemann bzw. Frau, die Kinder oder auch sein Umfeld sein. Vielleicht stellst du dir jetzt die Frage: Was haben andere Menschen mit der Erziehung meines Hundes am Hut? Ich bin der, der den Hund erzieht! Ist das so? Der Grundgedanke ist schon richtig!

Denn derjenige, der sich einen Hund gekauft hat, hat sich ja auch dazu entschlossen seinen Hund zu erziehen. Doch nehmen wir mal folgendes an: Du entscheidest dich einen Hund zu kaufen und ihm alles beizubringen was du für wichtig hältst. Zum Beispiel die Leinenführigkeit, das  Betteln am Tisch, sich ins Bett oder auf die Couch legen usw.

Wenn wir uns jetzt überlegen das ein Hund, um es zu verinnerlichen (eine Verknüpfung herstellen kann) bis zu einigen hundert Wiederholungen braucht, ist es schon gar nicht mehr so witzig. Denn um ihm das gelernte wieder abtrainieren, gehören deutlich weniger Wiederholungen. Du merkst jetzt vielleicht, worauf ich hinaus möchte.

Auf der einen Seite stehst du, der sich den Hintern bei der Erziehung des Hundes aufreißt und auf der anderen Seite dein eigener Partner, deine Kinder oder Freunde. Das kontraproduktive Verhalten deines nächsten Umfelds geschieht ja nicht aus Böswilligkeit. Doch nicht jeder Mensch erachtet die Grunderziehung (Erziehung) eines Hundes für wichtig oder sinnvoll.

Regeln innerhalb der Familie

Sollte man sich also einen Hund zulegen oder zulegen wollen, ist es sinnvoll vorher Erziehungsregeln festzulegen. Gerade wenn man in einem Haushalt mit mehreren Personen lebt, gehören ALLE mit zu dem “Rudel” und stehen mit in der Verantwortung, das die Erziehung auch klappt.

Unsere Empfehlung an dich:
Stelle vor dem Kauf eines Hundes Regeln für die Erziehung auf. Was darf der Hund, was nicht?

  • Darf der Hund auf die Couch – Ja, nein oder nur wenn…
  • Darf er etwas vom Tisch – Ja oder nein.
  • Wer geht mit dem Hund raus und worauf sollte dabei geachtet werden.


Natürlich gibt es noch mehr Punkte, die bei der Hundeerziehung wichtig sind. Doch dies ist je nach Hundebesitzer so unterschiedlich, das man darüber ein Buch schreiben könnte. Bei Freunden und Bekannten die zum Beispiel gerne mal etwas beim Grillen für den Hund unter dem Tisch fallen lassen, musst du einfach hinterher sein. Bitte sie am besten vorher freundlich um ihr Verständnis, da du gerade tief in der Hundeerziehung steckst. Das sollte in den meisten Fällen funktionieren und reichen! =)

Eine Hundeerziehung bedeutet Arbeit und die Arbeit ist mit Lust verbunden. Wer keine Lust hat, wird inkonsequent und wer inkonsequent wird, bei dem tauchen oftmals weitere Probleme (Fehlverhalten des Hundes) auf. Die Lösung ist es, eine gute Mischung zu finden. Doch bei grundlegenden Erziehungsfragen empfiehlt es sich Regeln aufzustellen. Diese können unter anderem unnötigen Streit mit dem Partner, Freunden und Familie vorbeugen.

  • Mein Fazit
    Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die gemeinsame Hundeerziehung nicht immer einfach war und ist. Gerade in manchen unvorhergesehenen Situationen (z.B. beim Gassi gehen) sind Jessy und ich uns nicht immer einig. Allerdings haben wir uns angewöhnt darüber zu sprechen und die jeweilige Situation zu begutachten. Bei der Hundeerziehung geht es nicht darum perfekt zu sein (das ist gar nicht möglich), doch sollten im Groben dieselben Interessen verfolgt werden. Eine Hundeerziehung mit Spaß!

    Zum Wohl des Hundes sowie der Harmonie innerhalb der Familie sollten jedoch bereits vor dem Kauf eines Hundes, die wichtigsten Punkte geklärt sein. So kannst du dir mehr oder minder sicher sein, das deine Hundeerziehung effektiv ist und dein Hund Regeln hat, die ihm Halt und eine Sicherheit geben, die er braucht.

Wie sieht das bei dir mit der Erziehung deines Hundes aus? Hast du einen Partner, der deinem Hund erlaubt, was du zuvor verboten hast? Was sind deine Erfahrungen. Wir freuen uns auf deinen Kommentar. 🙂

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